Vom Waschbrett zur Waschmaschine

Vom Waschbrett zur Waschmaschine

Seit dem der Mensch Kleidung trägt, hat er das Problem, wie man diese am effektivsten reinigen kann. Schon die Steinzeitmenschen mussten ihre Felle so säubern, dass sich keinerlei Fleischreste mehr an diesen befanden, da sich sonst ein Verwesungsgeruch verbreitet hätte. Mit den ersten Kleidungen aus Stoffen mussten auch neue Methoden der Reinigungen entwickelt werden. Diese haben sich seit dieser Zeit nicht grundlegend verändert.

Methode des Wäschewaschens

Schmutzige Wäsche wurde mit Wasser und Reinigungsmitteln eingerieben. Zunächst war Sand das bevorzugte Mittel, später kamen dann Seife und Waschmittel hinzu. Damit man stärkere Verschmutzungen behandeln konnte, musste das Reiben mit einem großen Kraftaufwand geschehen. Deswegen stellte die Erfindung des Waschbrettes eine große Verbesserung dar. Die Wäsche wurde anschließend eingeweicht und wiederum gerieben. Danach wurde die Wäsche ausgespült. Dieser gesamte Vorgang wurde so oft wiederholt, bis die Wäsche sauber war. Beobachtungen zeigten, dass sich Kleidung mit warmem Wasser viel besser waschen ließ. So gingen die Frauen dazu über ihre Wäsche in einem mit Wasser gefüllten Holzbottich, der auf einer Feuerstelle erwärmt wurde, zu waschen. Die Arbeit war äußerst anstrengend. So entstanden frühzeitig Überlegungen, wie man mit Hilfe einer Waschmaschine die Arbeit erleichtern könnte.

Mechanische Waschmaschinen

Das erste Patent für eine mechanische Waschmaschine erhielt der englische Ingenieur John Tyzacke im Jahr 1691. Ob diese Waschmaschine funktionstüchtig war, ist nicht bekannt. Siebzig Jahre später entwickelte der Theologe, Botaniker und Erfinder Jakob Christian Schäffer die erst funktionstüchtige Rührflügelwaschmaschine. Der Engländer Hamilton Smirt entwickelte dann 1858 die erste Trommelwaschmaschine. Seine Erfindung präsentierte er europaweit auf Märkten und öffentlichen Veranstaltungen. Trotzdem konnte sich seine Waschmaschine nicht durchsetzen.

Elektrische Waschmaschinen

Erst mit der Erfindung der elektrischen Waschmaschine durch den Chicagoer Ingenieur Alva J. Fisher im Jahr 1901 kam der Durchbruch. Fisher hatte seine Waschmaschine mit einem kleinen Elektromotor und einem Reversiergetriebe ausgestattet, damit die Wäsche nicht klumpt. Mit dem Elektromotor ließ sich das Wasser erwärmen und die Trommel drehen. Seit 1946 wurden in den USA vollautomatische Waschmaschinen hergestellt, die nach und nach den europäischen Markt eroberten.
Die heutigen Waschmaschinen werden mit computergestützten Programmen betrieben. Sie haben eine hohe Energieeffizienz und entsprechen den ökologischen Anforderungen. Auf siemens-home.de kann man sich den derzeitigen Standard bei modernen Waschmaschinen ansehen.

Eine Siemens WaschmaschineFoto: (c) Siemens

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